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Von White Sharks e.V.

24 Juni 2026

brusttauchzug brustschwimmen

Brusttauchzug Brustschwimmen diese Kombination ist für jeden wettkampforientierten Schwimmer von zentraler Bedeutung. Der Brusttauchzug, auch bekannt als „Underwater Pull-Out“ oder kurz „Pull-Out“, bezeichnet die Unterwasserphase nach dem Start und nach jeder Wende beim Brustschwimmen. Obwohl er nur wenige Sekunden dauert, kann er über Sieg oder Niederlage entscheiden. Die Sportwissenschaft hat diesen entscheidenden Technikbaustein in den vergangenen Jahren intensiv untersucht mit teils überraschenden Ergebnissen.

Brusttauchzug Brustschwimmen was steckt dahinter?

Der Brusttauchzug ist die einzige Phase im Brustschwimmen, in der der Schwimmer nach dem Abstoß oder Start vollständig unter Wasser gleitet und propulsive Kräfte erzeugt, ohne das Wasserwiderstandsmuster der normalen Brustschwimm-Zyklen nutzen zu müssen. Laut den Wettkampfbestimmungen des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) und der World Aquatics (früher FINA) darf der Schwimmer nach dem Start und nach jeder Wende bis zu 15 Meter vollständig untergetaucht bleiben. In dieser Phase ist ein einziger vollständiger Brusttauchzug erlaubt bestehend aus einem optionalen Delfinkick, dem kombinierten Armzug (Pull-Down) und einem abschließenden Brustbeinschlag. Dieser Ablauf des Brusttauchzugs Brustschwimmen ist die Grundlage jeder leistungsorientierten Wettkampfstrategie.

Brusttauchzug Brustschwimmen: Warum ist er so wettkampfentscheidend?

Warum ist der Brusttauchzug im Brustschwimmen so entscheidend? Kurz gesagt: Wer den Brusttauchzug Brustschwimmen vernachlässigt, verliert Zeit, die durch reines Schwimmtraining kaum aufgeholt werden kann.

Beim Brustschwimmen ist die Unterwasserphase biomechanisch betrachtet die schnellste Phase des gesamten Wettkampfes. Im normalen Brustschwimmzyklus verliert der Körper durch den breiten Armzug und den Brustbeinschlag erheblich an Geschwindigkeit ein physikalisches Phänomen, das beim Brustschwimmen stärker ausgeprägt ist als bei allen anderen Schwimmarten. Der Brusttauchzug umgeht diese Verlangsamung, da Körper und Arme in einer hydrodynamischen Position verbleiben. Wie das Bundesinstitut für Sportwissenschaft hervorhebt, gelten Starts und Wenden und damit auch die Unterwasserphasen als wettkampfentscheidende Faktoren, die mehr als doppelt so hohe Geschwindigkeiten ermöglichen wie die zyklischen Schwimmphasen.

Das Fachmagazin swimsportnews.de bezeichnete den Brusttauchzug treffend als „die Kunst des Gleitens“ und betonte: Mit einem kräftigen Tauchzug kann man der Konkurrenz wichtige Zehntel abnehmen und den geringeren Widerstand nutzen, den das Wasser bei einer guten Körperhaltung bietet. Dies gilt insbesondere bei den kurzen Strecken (50 m und 100 m Brust), bei denen mehrere Starts und Wenden stattfinden und der kumulierte Zeitgewinn durch optimale Brusttauchzüge erheblich sein kann.

Brusttauchzug Brustschwimmen: Die 3 Technikvarianten im Wissenschaftsvergleich

Eine wegweisende Studie von McCabe et al. (2022), veröffentlicht in der Fachzeitschrift Frontiers in Sports and Active Living (und indexiert bei PubMed/NIH), analysierte 150 Versuche von Eliteschwimmern und identifizierte drei unterschiedliche Varianten des Brusttauchzugs:

  • Fly-Kick-First (FKF): Zunächst ein Delfinkick direkt nach dem Abstoß, gefolgt vom kombinierten Armzug und dem abschließenden Brustbeinschlag.
  • Combined (Kombiniert): Der Armzug erfolgt gleichzeitig mit oder unmittelbar nach einem Delfinkick eine Mischform beider Ansätze.
  • Breaststroke-Only (Brust-only): Verzicht auf den Delfinkick, direkter Übergang in den Armzug.

Die Studie fand keinen signifikanten Gesamtunterschied in der Effektivität zwischen den drei Techniken auf Eliteebene was darauf hindeutet, dass individuelle Anpassung und präzise Ausführung wichtiger sind als eine einheitliche Technikvorschrift.

Für den Brusttauchzug Brustschwimmen bedeutet dies: Die Fly-Kick-First-Technik ist insbesondere für Schwimmerinnen empfehlenswert. Neue Erkenntnisse: Fly-Kick-First schneller besonders für Frauen

Für den Brusttauchzug Brustschwimmen gilt: Eine aktuellere Untersuchung von Santos et al. (2024), veröffentlicht im Journal of Human Kinetics (PubMed-indexiert), ergab jedoch klarere Ergebnisse: Weibliche Schwimmerinnen zeigten eine signifikant höhere Leistung beim Einsatz der Fly-Kick-First-Technik (p = 0,05). Die Analyse der kinematischen Profile zeigte, dass die Fly-Kick-First-Technik es ermöglicht, höhere Unterwassergeschwindigkeiten zu erzielen durch den frühzeitigen Impulseintrag des Delfinkicks direkt nach dem Abstoß. Dies deckt sich mit Befunden aus der Doktorarbeit von Mosscrop (2023) an der Manchester Metropolitan University, die nachwies, dass Schwimmer mit Fly-Kick-First signifikant größere Unterwasserdistanzen zurücklegten.

Auch Gonjo et al. (2023) untersuchten in einer Studie im Fachjournal PLOS ONE die intra- und interindividuelle Variabilität in der Arm-Bein-Koordination während der Unterwasserphase. Sie stellten fest, dass der Timing-Parameter des Delfinkicks erheblich zwischen Schwimmern variiert was erklärt, warum Trainer die Technik individuell anpassen sollten, anstatt ein universelles Schema anzuwenden. Diese intensive Medienberichterstattung zeigt: Der Brusttauchzug Brustschwimmen ist kein Nischenthema mehr, sondern ein viel diskutiertes Element der Schwimmwissenschaft.

Presse und Experten: Wie wird der Brusttauchzug bewertet?

Brusttauchzug Brustschwimmen – dieses Thema ist in der Schwimmsport-Presse regelmäßig präsent. swimsportnews.de hat dem Brusttauchzug mehrere ausführliche Artikel gewidmet und hebt hervor, dass viele Schwimmer beim Eintauchwinkel nach dem Start Fehler machen: Beim Bruststartsprung ist der Eintauchwinkel etwas größer als bei anderen Schwimmarten, und der Abstoß nach der Wende sollte tiefer erfolgen, um optimale Gleiteigenschaften zu gewährleisten. Häufige Fehler sind ein zu weit ans Kinn gezogenes Kinn (erhöht Stirnwiderstand) oder ein zu frühes Auftauchen.

Das Portal docswim.de, das Schwimmtrainer und Sportwissenschaftler vernetzt, berichtete im April 2025 über die Santos-Studie und empfiehlt Trainern, die Fly-Kick-First-Technik besonders bei weiblichen Schwimmerinnen systematisch zu trainieren. Der YouTuber und Trainer Dominik Franke (swim-performance.de) thematisiert den Brusttauchzug in mehreren vielgeklickten Videos und beschreibt das korrekte Timing des Brustbeinschlags als „Schlüsselelement für die Wiederaufnahme des normalen Schwimmrhythmus“.

Die Plattform GRIN Verlag listet eine wissenschaftliche Seminararbeit, die explizit die Effektivität verschiedener Technikvarianten des Brusttauchzuges vergleicht ein Beleg dafür, dass das Thema auch in der sportwissenschaftlichen Ausbildung an Hochschulen intensiv behandelt wird.

Beim Brusttauchzug Brustschwimmen gelten folgende Regelungen: Brusttauchzug Brustschwimmen: Regeln und erlaubte Techniken

Die aktuellen World-Aquatics-Regelwerke (übernommen durch den DSV) legen fest: Nach dem Start und nach jeder Wende ist ein einziger vollständiger Brusttauchzug erlaubt. Vor dem ersten Armzug nach Start/Wende ist zusätzlich ein einziger Delfinkick (Schmetterlingsbeinschlag) erlaubt. Der Kopf des Schwimmers muss die Wasseroberfläche spätestens nach Abschluss des ersten Armzuges durchbrochen haben. Diese Regelung, die den Delfinkick im Brusttauchzug explizit erlaubt, wurde im Jahr 2005 eingeführt und hat seitdem das Wettkampfbrustschwimmen grundlegend verändert und die Bedeutung des gut trainierten Brusttauchzuges noch einmal deutlich erhöht.

Trainingstipps für einen effektiveren Brusttauchzug Regelmäßige Analyse und gezielte Verbesserung des Brusttauchzugs Brustschwimmen lohnt sich auf allen Leistungsebenen.

Auf Basis der wissenschaftlichen Erkenntnisse und Expertenempfehlungen lassen sich konkrete Trainingshinweise für einen besseren Brusttauchzug im Brustschwimmen ableiten:

  • Hydrodynamische Körperhaltung: Arme gestreckt, Kopf zwischen den Oberarmen, Zehen gespitzt minimaler Stirnwiderstand ist entscheidend.
  • Delfinkick-Timing: Den Delfinkick direkt nach dem Abstoß einsetzen (Fly-Kick-First), um den Impuls des Abstoßes optimal zu verlängern.
  • Armzug-Timing: Den Armzug erst beginnen, wenn die Geschwindigkeit merklich nachlässt zu früh kostet Gleitleistung.
  • Tiefe des Abstoßes: Nach der Wende etwas tiefer abstoßen als bei anderen Schwimmarten (ca. 60–80 cm Tiefe), um eine optimale Gleittrajektorie zu erreichen.
  • Videoanalyse nutzen: Wie Gonjo et al. (2023) betonen, ist die individuelle Variabilität hoch Trainer sollten die Technik mit Unterwasservideo analysieren und individuell anpassen.
  • Regelmäßiges Spezialtraining: Explizite Wendentrainings mit Fokus auf Brusttauchzug-Qualität (z. B. mit Starttürmen und Unterwasserkamera) verbessern die Wettkampfleistung nachweislich.

Fazit: Brusttauchzug Brustschwimmen ist ein unterschätzter Leistungsgarant

Wer den Brusttauchzug im Brustschwimmen systematisch trainiert und optimiert, gewinnt in jedem Wettkampf wertvolle Zehntel- und Hundertstelsekunden. Die Forschung der letzten Jahre hat gezeigt: Es gibt keine universell beste Technik, aber klare individuelle Anpassungsstrategien insbesondere die Fly-Kick-First-Variante zeigt Potenzial, vor allem bei Schwimmerinnen. Für Vereinsschwimmer, die ihre Leistung verbessern wollen, lohnt sich eine gezielte Analyse und Optimierung des Brusttauchzuges ebenso wie für Eliteathleten. Wer mehr Tipps zum Schwimmtraining bei den White Sharks sucht, findet auf unserer Website weitere Informationen.

Quellen: McCabe et al. (2022), Frontiers in Sports and Active Living (PubMed); Santos et al. (2024), Journal of Human Kinetics (PubMed); Gonjo et al. (2023), PLOS ONE; Mosscrop (2023), Manchester Metropolitan University; Swimsportnews.de; Docswim.de; DSV-Wettkampfbestimmungen; Bundesinstitut für Sportwissenschaft.

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