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Von Udo Valerius

01 Aug. 2026

Schwimmen bei Hitze gehört für viele zu den schönsten Seiten des Sommers: Wenn die Temperaturen auf über 30 Grad klettern, zieht es alle ans und ins Wasser ob im Freibad, See oder beim Vereinstraining. Gerade bei großer Hitze unterschätzen viele Schwimmerinnen und Schwimmer aber die zusätzliche Belastung für den Körper. Wir zeigen dir in diesem Ratgeber, worauf du und deine Kinder in den heißen Sommerwochen wirklich achten solltet, damit Schwimmen bei Hitze sicher und erfrischend bleibt.

Schwimmen bei Hitze: Schwimmerin trinkt Wasser während des Trainings

Warum Hitze beim Schwimmen unterschätzt wird

Im Wasser merkt man Hitze oft später als an Land, weil die kühle Nässe das eigene Wärmeempfinden täuscht. Der Körper verliert trotzdem Flüssigkeit über Schweiß und Verdunstung, auch wenn man sie im Becken kaum bemerkt. Wer das ignoriert, riskiert Kreislaufprobleme, Kopfschmerzen oder im schlimmsten Fall einen Hitzschlag. Besonders im Freibad oder im offenen Gewässer gelten dabei ähnliche Vorsichtsregeln wie beim Freiwasserschwimmen, das wir in einem eigenen Ratgeber ausführlich behandeln.

Sonnenschutz im und am Wasser richtig anwenden

Wasserfeste Sonnencreme mit mindestens LSF 30 gehört an heißen Tagen zur Pflichtausrüstung, besonders für Kinder mit empfindlicher Haut. Wichtig ist, rund 20 bis 30 Minuten vor dem Sprung ins Wasser einzucremen und nach jedem längeren Aufenthalt im Becken nachzucremen. Eine leichte Kopfbedeckung und ein Shirt für die Pausen am Beckenrand schützen zusätzlich vor der Mittagssonne.

Ausreichend trinken auch wenn man nass ist

Weil man im Wasser kaum Durst verspürt, wird das Trinken beim Schwimmtraining an heißen Tagen häufig vergessen. Wir empfehlen, schon vor dem Training zu trinken und in den Pausen immer eine Flasche Wasser griffbereit zu haben. Für längere Einheiten eignen sich auch leicht mineralisierte Getränke, um verlorene Elektrolyte auszugleichen.

Die richtige Tageszeit fürs Training wählen

Zwischen 12 und 16 Uhr steht die Sonne am höchsten und die Belastung für den Kreislauf ist am größten. Wer kann, verlegt Training oder Freibadbesuche in die Vormittags- oder frühen Abendstunden. Das schont nicht nur den Kreislauf, sondern macht das Training oft auch angenehmer.

Erste-Hilfe-Basics bei Hitzeerschöpfung

Schwindel, Übelkeit oder ein plötzliches Schwächegefühl können erste Anzeichen einer Hitzeerschöpfung sein. In diesem Fall gilt: sofort aus der Sonne, ins Schattige oder Kühle, viel trinken und den Körper mit feuchten Tüchern kühlen. Bessert sich der Zustand nicht schnell, sollte unbedingt ärztliche Hilfe hinzugezogen werden. Ausführliche Erste-Hilfe-Empfehlungen für den Ernstfall stellt auch die DLRG zur Verfügung.

Die wichtigsten Tipps auf einen Blick

  • Wasserfeste Sonnencreme rechtzeitig auftragen und regelmäßig nachcremen
  • Vor und während des Trainings ausreichend trinken
  • Training möglichst in die kühleren Tagesstunden legen
  • Kopfbedeckung und Schattenplätze am Beckenrand nutzen
  • Auf Warnzeichen wie Schwindel oder Übelkeit achten
  • Regelmäßige Pausen im Schatten einlegen, statt die volle Zeit durchzuschwimmen
  • Nach dem Schwimmen bei Hitze zügig abkühlen und den Körper langsam wieder an die Temperatur gewöhnen

Besondere Vorsicht bei Kindern

Kinder regulieren ihre Körpertemperatur schlechter als Erwachsene und merken Warnsignale einer Überhitzung oft spät oder gar nicht. Eltern sollten deshalb aktiv auf regelmäßige Trinkpausen achten, statt auf das Durstgefühl der Kinder zu warten. Ein Sonnenhut, luftige Kleidung für die Pausen am Beckenrand und feste Schattenzeiten schützen die empfindliche Kinderhaut zusätzlich vor der intensiven Sommersonne. Auch beim Vereinstraining der White Sharks e.V. legen wir in den heißen Sommermonaten besonderen Wert auf ausreichend Trinkpausen für unsere jüngsten Schwimmerinnen und Schwimmer.

Die richtige Ausrüstung fürs Schwimmen bei Hitze

Neben Sonnencreme und ausreichend Trinkwasser lohnt sich an heißen Tagen auch die passende Ausrüstung. Eine leichte Schwimmbrille mit getöntem Glas schützt die Augen vor der grellen Sommersonne, während ein UV-Schutzshirt zusätzlichen Sonnenschutz für Schultern und Rücken bietet, ohne beim Schwimmen zu stören. Eine kleine Kühltasche mit Getränken und feuchten Tüchern für den Beckenrand rundet die Ausstattung ab und hilft, zwischen den Trainingseinheiten schnell wieder herunterzukühlen. Wer regelmäßig bei Hitze schwimmt, sollte außerdem auf atmungsaktive Badebekleidung setzen, die schnell trocknet und den Körper nicht zusätzlich aufheizt.

Häufig gestellte Fragen zum Schwimmen bei Hitze

Wie erkenne ich einen Hitzschlag beim Schwimmen?

Typische Anzeichen sind hochrote, trockene Haut, Verwirrtheit, eine sehr hohe Körpertemperatur und im schlimmsten Fall Bewusstlosigkeit. In diesem Fall sofort den Notruf wählen, die Person in den Schatten bringen und aktiv kühlen.

Wie viel sollte man beim Schwimmtraining im Sommer trinken?

Als grober Richtwert gelten 150 bis 250 Milliliter Flüssigkeit alle 20 Minuten. Bei sehr intensivem Training und großer Hitze darf es auch etwas mehr sein.

Ist Schwimmen bei Hitze grundsätzlich gesund?

Ja, moderates Schwimmen kühlt den Körper und entlastet den Kreislauf spürbar, solange ausreichend getrunken und auf konsequenten Sonnenschutz geachtet wird.

Mit ein paar einfachen Vorkehrungen bleibt Schwimmen auch an den heißesten Tagen des Sommers ein sicherer und erfrischender Sport. Bei den White Sharks e.V. achten wir bei allen Trainingseinheiten in den Sommermonaten besonders auf ausreichend Trinkpausen und schattige Ruhezonen, damit unsere Schwimmerinnen und Schwimmer gesund durch den Sommer kommen. Wer diese einfachen Regeln beherzigt, kann Schwimmen bei Hitze das ganze Jahr über als sicheren, entspannten und gesundheitsfördernden Ausgleich zum Alltag genießen egal ob im Verein, im Freibad oder beim Urlaub am See.

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