Technik Special Equipment: Pull Buoy, Kurzflossen, Paddles, Schnorchel & Zugseil – Die Allzweckwaffen im Schwimmtraining

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Von Udo Valerius

22 Jan. 2026

Schwimmtraining Equipment: Pull Buoy, Paddles und Kurzflossen im Einsatz

Schwimmtraining Equipment – Pull Buoy, Kurzflossen, Hand Paddles, Schnorchel und Zugseil – ist mehr als nur Zubehör. Wer gezielt an Technik, Kraft und Schnelligkeit arbeiten will, kommt an spezifischem Schwimmequipment nicht vorbei. Diese fünf Trainingsgeräte von Aquafeel sind echte Allzweckwaffen für Schwimmerinnen und Schwimmer aller Leistungsklassen. In diesem Artikel erfahrt ihr, wie ihr jedes Gerät optimal einsetzt und was die Wissenschaft dazu sagt.

Warum das richtige Schwimmtraining Equipment so wichtig ist

Das gezielte Training mit Hilfsmitteln hat sich in der Sportwissenschaft vielfach bewährt. Studien zeigen, dass der Einsatz von Trainingsequipment im Wasser nicht nur die Kraft steigert, sondern auch die Technik verbessert, Körperwahrnehmung schärft und die neuromuskuläre Koordination optimiert (Crowley, Harrison & Lyons, 2017, Sports Medicine). Die folgenden Geräte gehören zur Grundausstattung eines modernen Schwimmtrainings – und Aquafeel bietet für jeden Bedarf das passende Produkt.

1. Der Pull Buoy – Die Allzweckwaffe für den Oberkörper

Der Pull Buoy (auch: Pullboje) ist wohl das bekannteste Trainingsgerät im Schwimmsport. Zwischen die Oberschenkel oder Knöchel geklemmt, hebt er die Hüfte an und sorgt für eine horizontale Körperlage – ganz ohne Beinarbeit. Der Schwimmer konzentriert sich ausschließlich auf die Armbewegung und den Armzug.

So funktioniert der Pull Buoy

Der Pull Buoy besteht aus hochwertigem, wasserbeständigem Schaumstoff (EVA) und ist in verschiedenen Größen erhältlich. Der Aquafeel Pullbuoy Ultralight (12,95 €, Größe S: 21 × 7 × 12 cm) überzeugt durch sein geringes Gewicht und die ergonomische Form, die ein komfortables Klemmen zwischen den Beinen ermöglicht. Durch den Auftrieb wird das Becken stabilisiert – ein Effekt, der vor allem bei Anfängern und Kraulschwimmern mit sinkenden Hüften unmittelbar spürbar ist.

Trainingseffekte & wissenschaftlicher Hintergrund

Der isolierte Armzug mit Pull Buoy erhöht die Belastung der oberen Extremitäten signifikant. Eine 12-wöchige Studie (Skucas & Pokvytyte, 2018, Journal of Sports Medicine and Physical Fitness) zeigte, dass kombiniertes Kraft- und Wasserwiderstandstraining – wozu auch das isolierte Armzugtraining zählt – Kraft, Leistung und Schwimmparameter messbar verbessert. Der Pull Buoy ist damit ideal für:

  • Isoliertes Armzug-Training ohne Beinarbeit
  • Verbesserung der Wasserlage und Körperposition
  • Steigerung der Armkraft und Zugkraft
  • Technikschwerpunkte beim Kraul-, Rücken- und Brustschlag
  • Erholungsphasen mit reduzierter Ganzkörperbelastung

💡 Tipp: Klemmt den Pull Buoy zunächst locker zwischen die Oberschenkel. Wer mehr Stabilität trainieren möchte, klemmt ihn tiefer Richtung Knöchel – das erhöht die Instabilität und fordert die Rumpfmuskulatur zusätzlich.

2. Die Leine / Das Zugseil – Widerstandstraining für maximale Kraft

Das Zugseil (auch: Schwimmgummi, Widerstandsgurt oder Resistance Cord) ist ein elastisches Seil, das an einem Ende am Beckenrand befestigt wird und am anderen Ende um die Hüfte des Schwimmers. Es erzeugt beim Schwimmen einen kontinuierlichen Widerstand – vergleichbar mit einem Krafttraining im Wasser.

Das Aquafeel Zugseil im Einsatz

Das Zugseil von Aquafeel ist aus hochelastischem Material gefertigt und mit einem komfortablen Hüftgurt ausgestattet. Es eignet sich sowohl für das Widerstandsschwimmen (der Schwimmer kämpft gegen den Zug) als auch für das Assistenzschwimmen (das Seil zieht den Schwimmer zurück, sodass er nach dem Sprint verlangsamt). Besonders wertvoll ist das Tethered Swimming (festgesichertes Schwimmen), bei dem der Schwimmer auf der Stelle schwimmt – dies ermöglicht eine direkte Kraftmessung.

Wissenschaftliche Evidenz

Loturco et al. (2016, International Journal of Sports Medicine) konnten zeigen, dass die im Tethered Swimming gemessene Zugkraft signifikant mit der Sprint-Schwimmleistung korreliert (r²=0,5 bis 0,67). Das bedeutet: Wer mit dem Zugseil trainiert und seine Wasserkraft steigert, verbessert direkt seine 50m-Zeit. Weitere Vorteile des Zugseils:

  • Maximale Kraftentwicklung im sportartspezifischen Bewegungsmuster
  • Verbesserung der Sprintleistung über kurze Distanzen
  • Überbelastungstraining für Kraft-Ausdauer-Einheiten
  • Einsatz in allen Schwimmstilen möglich
  • Messung der Zugkraft als Leistungsindikator

💡 Tipp: Beginnt mit kurzen Intervallen (z.B. 4 × 15 Sekunden maximaler Sprint gegen das Seil) und steigert die Dauer schrittweise. Das Zugseil kann auch mit Pull Buoy kombiniert werden, um die Beinarbeit vollständig auszuschalten.

3. Kurzflossen von Aquafeel – Geschwindigkeit und Kick-Kraft

Kurzflossen (Training Fins) sind kurze, starre oder halbstarre Flossen, die speziell für das Schwimmtraining – nicht für das Tauchen – entwickelt wurden. Sie verlängern den Fuß minimal, erhöhen aber den Vortrieb bei der Beinbewegung erheblich.

Die Aquafeel Trainingsflossen

Die Aquafeel Trainingsflossen (erhältlich in Herren-, Damen- und Kinderversionen, je 55,00 €) sind aus hochwertigem Gummi gefertigt und bieten einen sicheren Halt am Fuß. Die kurze Blattlänge ist entscheidend: Lange Tauchflossen würden die Schwimmtechnik verändern und den Takt der Beinbewegung verlangsamen. Kurzflossen hingegen erlauben eine natürliche Schlagfrequenz bei deutlich erhöhtem Vortrieb.

Was sagt die Wissenschaft?

Pendergast et al. (2003, Undersea and Hyperbaric Medicine) untersuchten den Sauerstoffverbrauch und die Geschwindigkeit beim Flossenschwimmen und stellten fest, dass Flossen die maximale Schwimmgeschwindigkeit bei gleichem Energieaufwand signifikant erhöhen. Kurzflossen eignen sich ideal für:

  • Erhöhung der Schwimmgeschwindigkeit und damit Überschnelligkeitstraining
  • Kräftigung der Unterschenkelmuskulatur (M. gastrocnemius, M. soleus)
  • Verbesserung des Beinschlags und der Kick-Frequenz
  • Training der Körperlage und des Wellengangs beim Delfin-Kick
  • Steigerung der allgemeinen Beinausdauer

💡 Tipp: Kombiniert Kurzflossen-Training mit dem Schnorchel für eine optimale Technikarbeit ohne Atemunterbrechung. Besonders beim Delfin-Kick und beim Kraul-Kick sind Flossen unverzichtbar.

4. Hand Paddles – Mehr Zugfläche, mehr Kraft, bessere Technik

Hand Paddles (Handschaufeln) sind flache Platten aus Kunststoff, die über Gummibänder an der Hand befestigt werden. Sie vergrößern die Handfläche und damit die Zugfläche im Wasser – mit weitreichenden Trainingseffekten.

Aquafeel Paddles im Training

Aquafeel bietet Paddles in verschiedenen Größen an. Die Wahl der richtigen Größe ist entscheidend: Zu große Paddles verlangsamen die Schlagfrequenz zu stark und können die Schultergelenke überlasten. Als Faustregel gilt: Die Paddle-Fläche sollte die eigene Handfläche nicht um mehr als 30–40 % überschreiten.

Biomechanische Forschungsergebnisse

Gourgoulis et al. (2008, Journal of Biomechanics) führten eine randomisierte kontrollierte Studie durch. Die Ergebnisse zeigten klar: Hand Paddles erhöhen die Zug-, Lift- und Resultierkräfte der Hand signifikant, steigern die Schrittlänge und die Vortriebseffizienz. Die Studie empfahl, bevorzugt kleine bis mittelgroße Paddles zu verwenden, da große Paddles die Schlagrate zu stark senken. Paddles sind optimal für:

  • Steigerung der Armzugkraft und Zugeffizienz (Propelling Efficiency)
  • Erhöhung der Schrittlänge (Stroke Length)
  • Technikverbesserung durch verstärktes Druckgefühl an der Hand
  • Erkennen von Fehlern im Zugmuster (fehlerhafte Wasserstellung wird sofort spürbar)
  • Kraftausdauertraining der Schulter- und Rückenmuskulatur

⚠️ Wichtig: Paddles sollten nur von Schwimmern mit stabiler Schulterfunktion eingesetzt werden. Bei Schulterproblemen immer mit kleinen Paddles beginnen und auf korrekte Technik achten, um Verletzungen zu vermeiden.

5. Schwimmschnorchel – Techniktraining ohne Atemunterbrechung

Der Frontalschnorchel (Schwimmschnorchel) wird mittig vor der Stirn getragen und erlaubt das Atmen, ohne den Kopf zur Seite drehen oder aus dem Wasser heben zu müssen. Gerade für die Technikarbeit ist er ein absolutes Gamechanger-Tool.

Der Aquafeel Schnorchel im Einsatz

Der Aquafeel Schnorchel ist mit einem verstellbaren Kopfband ausgestattet, das einen festen und komfortablen Sitz garantiert. Das Mundstück aus weichem Silikon verhindert Kieferermüdung auch bei längeren Einheiten. Ein Ablassventil am unteren Ende des Rohrs ermöglicht einfaches Ausatmen von eingedrungenem Wasser.

Wissenschaftliche Erkenntnisse zum Schnorchel

Seifert et al. (2008, Journal of Strength and Conditioning Research) untersuchten den Einfluss verschiedener Atemmuster auf die Armkoordinations-Symmetrie beim Kraulschwimmen. Das Ergebnis war eindeutig: Das Schwimmen mit einem Frontalschnorchel führte zu signifikant symmetrischeren Armbewegungen – vergleichbar mit beidarmigem Atmen oder Apnoe-Schwimmen. Atemasymmetrien, die bei einseitigem Atmen entstehen, werden mit dem Schnorchel vollständig eliminiert. Die Vorteile:

  • Volle Konzentration auf Armzug und Körperlage ohne Atemhindernisse
  • Symmetrische Armkoordination durch neutrale Kopfposition
  • Analyse der Wasserlage und Körperrotation (auch durch Trainer)
  • Ideales Werkzeug für Videoanalyse und Technikfeedback
  • Kombination mit Paddles und Kurzflossen für intensive Technikeinheiten

💡 Tipp: Beim ersten Einsatz des Schnorchels zunächst langsam schwimmen und sich an das Mundstück gewöhnen. Wichtig ist, aktiv durch das Rohr auszuatmen, bevor ihr einatmet, um eingedrungenes Wasser auszublasen.

Die perfekte Kombination: Special Equipment sinnvoll einsetzen

Das volle Potenzial dieser Trainingsgeräte entfaltet sich durch ihre gezielte Kombination. Hier einige bewährte Kombinationsmöglichkeiten:

Kombination Trainingsschwerpunkt
Pull Buoy + Paddles Maximales Armzug-Krafttraining
Pull Buoy + Schnorchel Reine Armtechnik mit optimaler Körperlage
Kurzflossen + Schnorchel Beinschlag-Technik und Körperrotation
Zugseil + Pull Buoy Hochintensives Krafttraining des Armzugs
Paddles + Schnorchel + Pull Buoy Vollständiger Technik-Kraft-Fokus auf Arme

Trainingsplan-Integration: Empfehlungen für die Praxis

Ein strukturierter Einsatz des Special Equipments ist entscheidend für optimale Ergebnisse. Als Orientierung empfehlen wir folgende Verteilung im Wochentraining:

  • 1–2× pro Woche Pull Buoy: Isoliertes Armzugtraining, ca. 800–1.500 m
  • 1× pro Woche Paddles: Technik- und Krafttraining mit kleinen Paddles, ca. 600–1.000 m
  • 1× pro Woche Kurzflossen: Kick-Drills und Überschnelligkeitstraining, ca. 600–1.200 m
  • 1× pro Woche Schnorchel: Technikanalyse und symmetrisches Armtraining, flexibel einsetzbar
  • 1× pro Woche Zugseil: Sprint-Kraftintervalle, 6–10 × 15–30 Sekunden

Fazit: Schwimmtraining Equipment als Investition in Technik und Leistung

Pull Buoy, Zugseil, Kurzflossen, Hand Paddles und Schnorchel sind keine Spielzeuge – sie sind wissenschaftlich fundierte Trainingsgeräte, die euer Schwimmen auf ein neues Level heben. Ihr könnt diese Geräte bei den White Sharks e.V. in Trier und Bernkastel-Kues gezielt einsetzen. Die Produkte von Aquafeel bieten dabei ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis und überzeugen durch Materialqualität und Ergonomie. Investiert in euer Equipment und meldet euch für unser Förderschwimmen an, nutzt es gezielt und ihr werdet die Leistungssteigerungen schon nach wenigen Wochen im Wasser spüren – versprochen!

Quellen & weiterführende Literatur

  • Crowley, E., Harrison, A.J. & Lyons, M. (2017). The Impact of Resistance Training on Swimming Performance: A Systematic Review. Sports Medicine, 47(11), 2285–2307. PMID: 28497283
  • Gourgoulis, V. et al. (2008). Estimation of hand forces and propelling efficiency during front crawl swimming with hand paddles. Journal of Biomechanics, 41(1), 208–215. PMID: 17706655
  • Loturco, I. et al. (2016). A Correlational Analysis of Tethered Swimming, Swim Sprint Performance and Dry-land Power Assessments. International Journal of Sports Medicine, 37(3), 211–218. PMID: 26669251
  • Pendergast, D.R. et al. (2003). Underwater fin swimming in women with reference to fin selection. Undersea and Hyperbaric Medicine, 30(1), 75–85. PMID: 12841610
  • Seifert, L. et al. (2008). Effect of breathing pattern on arm coordination symmetry in front crawl. Journal of Strength and Conditioning Research, 22(5), 1670–1676. PMID: 18714216
  • Skucas, K. & Pokvytyte, V. (2018). Combined strength exercises on dry land and in the water to improve swimming parameters. Journal of Sports Medicine and Physical Fitness, 58(3), 197–203. PMID: 27727200

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