April 2026 · Tipps & Tricks · Schwimmtechnik
Atmen beim Schwimmen · Tipps & Tricks · White Sharks
Atmen beim Schwimmen 7 entscheidende Tipps die sofort schneller machen
White Sharks Bernkastel und Trier · April 2026 · 7 Minuten Lesezeit
Atmen beim Schwimmen ist die unterschätzte Grundlage aller Technik. Wer falsch atmet, kämpft gegen das Wasser wer richtig atmet, gleitet durch es hindurch.
Atmen beim Schwimmen klingt selbstverständlich. Jeder atmet doch kaum jemand atmet im Wasser richtig. Das ist kein Versagen, sondern Biologie: Der Mensch ist kein Wassertier. Das Atmen im Wasser muss neu erlernt werden und genau das macht es so schwierig und gleichzeitig so wirkungsvoll, wenn man es beherrscht.
Bei den White Sharks in Trier und Bernkastel-Kues erleben wir täglich, wie viel ein kleiner Atemtipp bewirken kann. Kinder die nach wenigen Metern an den Beckenrand kommen, Erwachsene die nicht verstehen warum sie immer außer Atem sind, Leistungsschwimmer die mit gezieltem Atemtraining ihre Zeiten verbessern sie alle profitieren davon, das Atmen beim Schwimmen wirklich zu verstehen. Dieser Artikel gibt einen fundierten Überblick mit wissenschaftlichen Erkenntnissen und sieben Tipps die sofort wirken.
Warum Atmen beim Schwimmen so schwierig ist
Im Alltag atmen wir unbewusst. Im Wasser geht das nicht. Das Einatmen beim Schwimmen ist auf ein kurzes Zeitfenster beschränkt oft weniger als eine halbe Sekunde und muss präzise mit der Bewegung koordiniert werden. Das Ausatmen hingegen muss bewusst ins Wasser erfolgen, was vielen Menschen zunächst unnatürlich vorkommt.
Das Ergebnis: Die meisten Schwimmerinnen und Schwimmer atmen falsch. Sie halten die Luft an, atmen nicht vollständig aus oder versuchen, in einem ungünstigen Moment einzuatmen. Das kostet Energie, erzeugt Stress und bremst den Vortrieb.
Der häufigste Fehler beim Atmen im Schwimmen
Die meisten Schwimmer atmen unter Wasser nicht vollständig aus. Dadurch sammelt sich CO2 im sogenannten Totraum der Lunge an jener Bereich, der nicht am Gasaustausch teilnimmt. Das Atemzentrum im Gehirn schlägt Alarm, der Rhythmus bricht zusammen, und der Schwimmer muss abbrechen oder auf Brustschwimmen mit hochgehaltenem Kopf wechseln. Die Lösung ist einfach: unter Wasser gleichmäßig und vollständig ausatmen.
Was die Wissenschaft über Atmen beim Schwimmen sagt
Das Atmen beim Schwimmen ist nicht nur eine Frage des Gefühls es ist ein messbarer Leistungsfaktor. Mehrere Studien belegen, wie stark die Atemtechnik die Schwimmleistung beeinflusst.
1,4s
Zeitverbesserung über 100m durch 2 Wochen Atemtraining (Studie 2022)
30%
der eingeatmeten Luft erreicht nie die Lunge sie füllt nur den Totraum
3er
Züge pro Atemzug empfehlen Trainer für saubere Technik und gleichmäßige Rotation
0,5s
Zeit die beim Kraulschwimmen für einen Atemzug zur Verfügung steht
Studie: Universität Lausanne
Wissenschaftler der Universität Lausanne untersuchten die Wirkung von Hypoventilationstraining bei 16 Leistungsschwimmern. Das Ergebnis: Gezieltes Atemtraining verbesserte die Sprintleistung signifikant die Gruppe mit speziellem Atemtraining erzielte deutlich mehr 25-Meter-Sprints bis zur Erschöpfung als die Kontrollgruppe mit normaler Atmung.
Studie: Journal of Strength and Conditioning Research (2020)
Neun Leistungsschwimmer absolvierten 400-Meter-Freistil unter verschiedenen Bedingungen. Das Ergebnis: Die Kombination aus Aufwärmen und gezielten Apnoe-Übungen verbesserte die 400-Meter-Zeit signifikant gegenüber einer Kontrollgruppe ohne Atemvorbereitung.
Studie: LASE Journal of Sport Science (2022)
Bei 44 Wettkampfschwimmern wurde ein direkter Zusammenhang zwischen Atemsystemkapazität und Wettkampfzeit festgestellt. Zwei Wochen gezieltes Atemtraining verbesserten die 100-Meter-Zeit von 55,5 auf 54,1 Sekunden allein durch optimiertes Atmen.
Die Botschaft ist klar: Atmen beim Schwimmen ist kein Nebenthema. Es ist ein zentraler Leistungsfaktor für Anfänger genauso wie für Leistungssportler. Bei den White Sharks in Trier und Bernkastel-Kues fließt dieses Wissen in jeden Kurs ein vom Förderschwimmen Trier bis zum Wettkampftraining.
7 Tipps für besseres Atmen beim Schwimmen
Diese sieben Tipps gelten für Kinder, Anfänger und Fortgeschrittene gleichermaßen. Wer sie konsequent umsetzt, wird schon nach wenigen Trainingseinheiten einen Unterschied spüren beim Atmen beim Schwimmen und in der gesamten Technik.
Tipp 1
Ausatmen kommt vor dem Einatmen
Der wichtigste Tipp überhaupt: Wer unter Wasser nicht vollständig ausatmet, kann über Wasser nicht richtig einatmen. Das klingt simpel ist aber der häufigste Fehler. Übt bewusstes, gleichmäßiges Ausatmen ins Wasser, bis es zum Automatismus wird. Einfache Übung: Stellt euch ins schultertiefe Wasser, atmet tief ein, taucht den Kopf unter und blast langsam die gesamte Luft aus. Erst dann wieder auftauchen.
Tipp 2
Beim Kraulschwimmen: Der Dreier-Rhythmus
Der Dreier-Rhythmus Atmen auf jeden dritten Armzug ist die Empfehlung der meisten Schwimmtrainer. Er erzwingt das Atmen zu beiden Seiten, was die Wirbelsäule entlastet und die Muskulatur gleichmäßig beansprucht. Anfänger beginnen mit dem Zweier-Rhythmus, steigen aber sobald wie möglich auf den Dreier-Rhythmus um. Fortgeschrittene nutzen den Zweier-Rhythmus gezielt auf kurzen Sprintstrecken, wo maximale Sauerstoffversorgung wichtiger ist als Symmetrie.
Tipp 3
Beim Brustschwimmen: Arme nach vorne Luft folgt
Beim Brustschwimmen atmet man aus, wenn die Arme nach vorne schieben. Ein hilfreicher Gedanke: Man bläst die eigenen Arme nach vorne. Die Einatmung erfolgt kurz und kraftvoll, wenn Kopf und Schultern beim Zug aus dem Wasser heben. Wichtig: Den Kopf nicht übermäßig heben das erzeugt Widerstand und belastet die Wirbelsäule. Kinn und Mund kurz über Wasser reichen für eine ausreichende Einatmung.
Tipp 4
Luft anhalten bremst nicht Luft sparen
Viele Schwimmer halten unbewusst die Luft an, um vermeintlichen Auftrieb zu erzeugen. Das ist ein Fehler: Angehaltene Luft verlagert den Volumenschwerpunkt auf die Brust, was dazu führt, dass die Beine absinken. Gleichzeitig staut sich CO2 an, das die Leistungsfähigkeit reduziert. Richtig ist: Luft kontinuierlich und gleichmäßig ausatmen das stabilisiert die Wasserlage und hält den Rhythmus.
Tipp 5
Kopf drehen nicht heben beim Kraulen
Beim Kraulschwimmen wird der Kopf zur Seite gedreht nicht gehoben. Das ist der häufigste technische Fehler beim Atmen beim Schwimmen im Kraulstil. Wer den Kopf hebt, erzeugt Widerstand, verändert die Wasserlage und verschenkt Geschwindigkeit. Technikübung: Ein Ohr bleibt beim Einatmen im Wasser. Mund und Nase kommen gerade so über die Wasseroberfläche nicht mehr.
Tipp 6
Atemtraining gezielt einbauen
Wer seine Atemtechnik verbessern will, sollte gezielt trainieren. Atempyramiden sind eine bewährte Methode: 25 Meter mit Dreier-Atmung, 25 Meter mit Fünfer-Atmung, 25 Meter mit Sieber-Atmung und zurück. Das trainiert die Kontrolle über den Atemreflex und verbessert die Effizienz der Lunge. Für Leistungsschwimmer: Hypoxie-Training mit bewusstem Luftanhalten auf Kurzstrecken verbessert nachweislich die Sprintleistung. Wichtig: Hypoxie-Training nur unter Aufsicht nie alleine im Wasser.
Tipp 7
Entspannung ist die halbe Miete
Stress und Verkrampfung sind die größten Feinde des richtigen Atmens beim Schwimmen. Wer angespannt ist, atmet flach und unregelmäßig und kommt schneller außer Atem. Das gilt besonders für Kinder und Anfänger. Entspannung im Wasser ist keine Schwäche sie ist die Voraussetzung für gute Technik. Übt bewusstes Loslassen: langsam ins Wasser gleiten, tief ausatmen, den Körper schweben lassen. Wer sich im Wasser wohlfühlt, atmet automatisch besser.
Atmen beim Schwimmen für Kinder so erklärt ihr es kindgerecht
Kinder lernen das Atmen beim Schwimmen am besten durch Bilder und Spiele nicht durch technische Erklärungen. Bei den White Sharks nutzen wir im Schwimmkurs Trier und im Förderschwimmen Trier bewährte Bilder die Kindern sofort helfen.
Das Blubbern-Bild
Sagt eurem Kind: Mach Blubberblasen unter Wasser so lange du kannst. Das ist Ausatmen. Wer blubbern kann, atmet richtig aus. Diese einfache Übung trainiert das Grundprinzip des Atmens beim Schwimmen ohne technischen Druck.
Das Kerzen-Bild
Über Wasser atmen: Stell dir vor, du pustest eine Kerze aus kurz und kraftvoll. Nicht tief Luft holen wie beim Tauchen, sondern schnell und gezielt. Das trainiert den kurzen, effizienten Einatemzug der beim Kraulschwimmen nötig ist.
Das Raketen-Bild
Beim Abstoßen vom Beckenrand: Atme kurz ein, stoß dich ab und lass die Luft langsam wie Raketentreibstoff raus gleichmäßig, nicht auf einmal. Das hält den Körper stabil und trainiert den Rhythmus.
Wichtig für Eltern
Kinder die Wasserangst haben, können das Atmen beim Schwimmen oft nicht lernen, solange die Angst da ist. Drängt nicht ein Kind das sich nicht sicher fühlt, kann keine Technik lernen. Der erste Schritt ist immer Vertrauen und Entspannung. Das Atmen kommt dann von alleine.
Atmen beim Schwimmen im Leistungssport was Fleur Valerius lehrt
Dass das Atmen beim Schwimmen nicht nur für Anfänger relevant ist, zeigen die Ergebnisse unserer Leistungsschwimmerinnen. Fleur Valerius, die sich für die DJM 2026 in Berlin qualifiziert hat, überzeugt besonders durch ihre kontrollierte zweite Rennhälfte genau dort, wo falsche Atemtechnik Athleten bremst.
Beim Euro-Meet 2026 in Luxemburg zeigte sie: Platz 3 über 200 Meter Rücken aus dem vollen Training heraus, ohne Taperphase. Das ist nur möglich mit einer Atemtechnik die auch unter Wettkampfdruck funktioniert. Genau daran arbeiten wir bei den White Sharks täglich im Training, im Kurs und im Förderschwimmen.
Fazit Atmen beim Schwimmen ist lernbar
Atmen beim Schwimmen ist keine angeborene Fähigkeit es ist eine erlernbare Technik. Die Wissenschaft belegt: Wer gezielt an der Atemtechnik arbeitet, schwimmt schneller, länger und mit weniger Aufwand. Das gilt für das Kind das gerade das Seepferdchen macht genauso wie für den Leistungssportler der an seiner Rennzeit feilt.
Die sieben Tipps in diesem Artikel sind der Einstieg. Wer tiefer einsteigen will in strukturiertem Training unter Aufsicht von 22 erfahrenen Übungsleitern ist bei den White Sharks in Trier und Bernkastel-Kues genau richtig. Denn beim Atmen beim Schwimmen gilt: Verstehen ist der erste Schritt. Üben ist der zweite. Und der Unterschied zeigt sich auf der Uhr.
„Wer richtig atmet, gleitet durch das Wasser wer falsch atmet, kämpft dagegen.“
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